Gegen die drei Spitzenteams der Liga in drei Wochen hintereinander spielen zu müssen, kann schon doof sein. Nach der durchwachsenen Leistung der Vorwoche hatten wir uns einiges für diese Woche vorgenommen, das Hinspiel ging zwar deutlich mit 8 Toren an Tills Löwen, chancenlos waren wir aber auch da nicht.

Gleich die erste Situation im Spiel zeigte dann: da war heute eine Spielerin an Bord, die kannten wir vom Hinspiel nicht und die würde uns das Leben schwer machen. So kassierten wir dann auch nach gut einer Minute den ersten 7 m, den Tills Löwen sicher verwandelte. Was dann im Rest der ersten Halbzeit folgte war eine wahre Abwehrschlacht. Merle konnte uns mit 2 Toren in „Folge“ (eins in der 6 Minute, eins in der 10 Minute) in Führung bringen. Unsere Deckung stand wirklich bombig: Alex hatte die vorher genannte Spielerin mit der 5 so toll im Griff, dass der in der ersten Halbzeit lediglich ein 7 m Tor gelang! In der Auszeit kam dann auch die Bemerkung das ist anstrengend und ob das nicht mal jemand anders machen könnte. Aber warum umstellen, wenn es doch super klappt. Konnte Alex sie dann doch mal nicht halten, halfen die anderen immer wieder aus und verhinderten den Torwurf oder Inola hielt. Insgesamt war es toll und bemerkenswert, wie alle die Trainingseinheiten umsetzten, sich gegenseitig Mut machten und immer wieder daran erinnerten: „Denkt ans Dreieck, lauft im Dreieck!“ Wer jetzt mit Handball nix am Hut hat, denkt wahrscheinlich wir, haben Training in der Klapse gemacht, die Kenner unter uns wissen: das waren harte Trainingseinheiten 🙂 Und das hat sich ausgezahlt. Nur 5 Gegentore gegen diese Truppe war schon klasse. Die 3 mageren Törchen auf unserer Habenseite zeigen dann aber mal wieder unser Manko: wir treffen einfach nicht.

Tills Löwen erwischte den besseren Start in Durchgang 2 und gingen in den ersten 10 Minuten über 3:7 auf 5:11 in Führung. Die Nr. 5 hatte die Seite gewechselt und leider verpennte die Bank es, Alex hinterher zu schicken. Dabei sei aber gesagt, dass die andere Abwehrseite sie auch gut im Griff hatte, lediglich 3 Feldtore und 2 7 m gingen am Ende des Spiels auf ihr Konto. Die letzten 15 Minuten in Durchgang 2 gestalteten sich dann wieder ausgeglichen, zumindest was den Torabstand anging. Denn wir verballerten mal wieder einige toll rausgespielte 100 % ige sowie 2 7 m, weil die blöde Kugel bei uns einfach nicht in die Ecken will und lieber Bekanntschaft mit der Torhüterin oder der Wand hinterm Tor macht. So kann man dann leider auch die beste Abwehrschlacht nicht gewinnen. Trotzdem waren sich nach dem Spiel alle einige: auf diese Abwehrleitung können wir stolz sein, wir agieren als Team und wenn die Kugel dann auch irgendwann dazu gehört, dann gewinnen wir auch! Nächste Woche geht es dann zum Tabellenführer nach Todesfelde, vielleicht sind die Tore da ja größer 🙂

Es spielten: Inola (1 7m gehalten, diverse frei vorm Tor), Merle (6), Alex (1/1). Ricarda, Lilly (je 1) sowie Mia, Asli, Vici, Hannah, Chiara