Volle Bank am Sonntag Mittag in Reinbek, mit 13 Spielerinnen mussten wir fast anbauen, es fehlte leidglich Inola. Leider neigen unsere Ladies dann aber auch dazu, bei so vielen Gesprächspartnerinnen so eine mittägliche Veranstaltung zum Kaffeeklatsch ausarten zu lassen, daher gab es dann auch schon beim Warmmachen den ersten Anranzer in Sachen Konzentration.

Wir starteten wie gewohnt in die Partie und überließen den Gegnerinnen den ersten Torerfolg. Kal/Lent agierte recht offensiv, was unsere Mädels diesmal zu Beginn gut ausnutzen konnten und entweder selbst durchgingen, den einlaufenden Außen oder auch endlich mal unseren Kreis sahen, Nach knapp 11 Minuten stand es 5:2 für uns und es sah mal endlich nach Handball aus. Leider haben wir bisher unser eigenes Angriffsspiel wie Laufen ohne Ball, unsere Spielzüge, Sperre absetzen usw. nicht auf die Platte bekommen, zu sehr reagieren wir auf unsere Gegner und spielen nicht das, was wir können. Und was in den ersten 10 Minuten aussah, als wenn das heute mal anders wird, ging dann auch wieder flöten, entweder zu wenig Bewegung oder an Latte oder Pfosten gescheitert, an der Torhüterin des Gegners lag das diesmal weniger.

Zu sehr und vor allem viel zu schnell offenbarten wir dann auch wieder unsere Abwehrschwäche, die 6-0-Deckung ist noch nicht so wirklich drin. Es wird zu defensiv agiert, die Gegenmaßnahmen werden maximal bei 8 Metern eingeleitet und die Kreiszuordnung stimmt überhaupt nicht. So kam K/L dann auch Tor um Tor ran, in der 15. Minute fiel der Ausgleich und dann sofort auch der Führungstreffer für die Gegnerinnen. Wir konnten uns zwar hin und wieder auch Bälle in der Abwehr erkämpfen, die Gegenstöße wurden aber häufig zu unsauber vorgetragen, so dass wir gar nicht erst am gegnerischen Tor ankamen. So liefen wir dann wieder einem Rückstand hinterher und es ging mit minus 1 in die Kabine.

Die zweite Halbzeit brachte auch kein anderes Bild. Das Credo „das Spiel wird in der Deckung gewonnen“ kennt wohl jeder jemals aktiv gewesene Handballer und leider stimmt das ja auch in der Regel. Bei den Gegnerinnen warfen genau 3 Spielerinnen die Tore, dies zu verhindern oder diese 3 besser, früher und aggressiver anzugehen gelang uns nicht. Gut nur, dass die gegnerischen Mädels so blind waren und ihre von uns sträflich frei stehengelassene Kreisläuferin nicht sahen.

Highlight in der zweiten Halbzeit war dann auf einmal bei uns im Angriff, auf unserer rechten Halbseite…. Spielunterbrechung der Unparteiischen von der HSG 404, Rudelbildung am Kreis, ratlose Gesichter auf beiden Bänken und am Kampfgericht. Keiner wusste was los war, hatte eine Spielerin ihre Kontaktlinse verloren, war die Halle uneben, Linie aufgelöst oder was war los? Irgendwann bückte sich die Schiedsrichterin, sammelte irgendwas auf und kam mit geschlossenen Händen Richtung Kamprichtertisch und dann folgte auch die Aufklärung: ein Spinne! Hut ab an dieser Stelle, dass keine der umstehenden Spielerinnen mit einem lauten iiiiihhhhhh, äääähhh oder Schlimmerem durchdrehte, Hut ab ebenso für das beherzte Zugreifen der Unparteiischen, die das verschreckte Tierchen dann in den Geräteraum verfrachtete, wo es bestimmt inzwischen verhungert ist. Am eigentlichen Spielverlauf änderte das nichts, wir liefen in der gesamten 2. HZ immer einem Rückstand hinterher und freuten uns dann um so mehr, dass Jojo 16 Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer erzielte und wir somit wenigstens einen Punkt zu Hause behalten konnten. Die Deckung stimmt leider noch gar nicht, einzige Akteurin, der es heute gut gelang, zumindest ihre Deckungsseite dicht zu machen war Lilly. Dickes Lob mal an diese Stelle, nachdem Du in den letzten Spielen ja immer wieder eher Mecker für Dein Deckungsverhalten geerntet hast. Weiter so und nimm die anderen mit! Weitere erfreuliche Feststellung: unsere Tore verteilen sich inzwischen über deutlich mehr Schultern als bisher!

 

 

Es spielten: Merle (5), Juline (4), Mia Gipsy (2), Lilly (2) Alex (1), Ricarda (1), Assya (1), Greta (1), Pau, Emi, Niki, Asli sowie Lisa im Tor, die mit einigen schönen Aktionen einen Punkt festhalten konnte